Diese SUPERSTAR-DOMAINE Guiot muss man unbedingt probieren

Weinpapst Parker geht es mit dieser Aufforderung nicht etwa um ein berühmtes Château, dessen Weine nur einem kleinen Kreis von Weintrinkern mit ausreichender Finanzkraft vorbehalten sind, sondern um eine kleines, familiengeführtes Weingut Guiot im Süden Frankreichs.
Wir sind immer wieder überrascht von dem guten Preis-Leistungs-Verhältnis der Weine aus dieser Region. Früher waren die sogenannten Midi-Weine als Massenträger und Billigweine bekannt. In den 80er Jahren hat man den Winzern mit den besten Lagen das AC (Appellation Controlée) –System verordnet. Das beinhaltet eine strenge Kontrolle beginnend am Rebstock über den Keller bis hin zum Flascheninhalt. Es dürfen nur geringe Mengen erzeugt werden. Nach dem Menge-Güte-Gesetz geht die ganze Kraft des Bodens in diese geringe Menge. Für AC –Weine sind nur Rebsorten vorgeschrieben, die den typischen Gebietscharakter unterstreichen. Trotzdem fällt es den Winzern schwer, preislich aufzuschließen zu den renommierten Gebieten wie Bordeaux oder Burgund. Schlecht für die Winzer aber gut für den Verbraucher.

Das riesige Weinanbaugebiet Languedoc-Roussillon beginnt im Nord-Osten mit der Appellation Costières de Nîmes. Diese Lagen zeichnen sich durch besondere Bodenverhältnisse aus. Die tiefen, kargen, kalkhaltigen Kiesböden zwingen die Reben tiefgründig zu wurzeln. Zu verdanken hat man dieses einzigartige Terroir Anschwemmungen der Rhône aus grauer Vorzeit. Die Meeresnähe beschert zudem ein besonderes Mikroklima.-

Die Inhaberin von Château Guiot, Sylvia Cornut, verfügt  über eine stattliche Anzahl 40- jähriger Rebstöcke, hauptsächlich Syrah und Grenache. Diese alten Rebstöcke ergeben geringere Erträge aber umso aromatischere und dichtere Weine.Die Weine werden ca. 4 Monate in französischer und amerikanischer Eiche ausgebaut. Beim Ausbau legt Madame Cornut besonderes Augenmerk auf die Harmonie aus präsenter, üppiger Frucht und typischer Würze. Unser Lieblingswein von ihr ist eine Cuvée aus 40% Grenache und 60 % Syrah.

Bereits in der Nase verströmt dieser tiefdunkle Rote einen betörenden Duft von Schwarzkirsche und einen Anflug von Vanille. Am Gaumen hat man viele dunkle Früchte, eine sehr schöne Balance mit einem Anflug von Zartbitterschokolade im fruchtdominierten Abgang. Ein herrlicher Wein, den Sie sich nicht entgehen lassen sollten. Trotz der Entdeckung durch Parker ist dieser Wein preislich auf dem Boden geblieben und ein echtes Vergnügen für Brieftasche UND Gaumen.

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